Die Ortschronik

Röpersdorf liegt direkt am westlichen Ufer des Unteruckersees, idyllisch gebettet an einem sanften Hang einer Endmoränenlage. Die durch die Eiszeit geprägte Natur umgibt den Ort und erschließt herrliche Blicke in die Landschaft. So findet man im Naturschutzgebiet Charlottenhöhe, am Radweg nach Zollchow oder auch auf der alten Sandgrube, Aussichts- und Ruhepunkt für Naturliebhaber in Hülle und Fülle.
Der Name des Ortes ist zurückzuverfolgen bis in das Jahr 1362 und als Roperstorp, über diverse Abwandlungen bis hin zu dem heutigen Röpersdorf geführt worden. Er bedeutet "Dorf das nach einem Mann namens Röper benannt wurde". Es handelt sich um einen Zunamen. Er bedeutet Rufer.
Das Dorf soll im 11.Jhd. von dem Askanier Ruprecht gegründet worden sein. Alte Holzfunde belegten, dass um 1192 hier auch eine slawische Siedlung bestand. Die Ortslage war aber weit vorher schon bewohnt. Funde von Ruhestätten von Steinzeitmenschen, Eiszeitmenschen und Ostgermanen belegen das. Im 14.Jhd. hatten das Nonnenkloster, das Heiligengeist-Hostpital und das Sabinenkloster Prenzlau Höfe im Ort erworben und die Dorfkirche wurde erbaut. 1412 erhält der Ort dann eine eigene Pfarrstelle. Der 30-jährige Krieg, 1618-1648, hinterließ in der Uckermark, so auch in Röpersdorf schlimme Folgen. Verwüstung, Pest und Tod blieben im Krieg und noch Jahre danach für die Region prägend. Erst um 1700 ging es wieder bergauf. Die Kirche erhielt 1701 einen Turm, die Familien von Arnim und von Schlippenbach bewirtschafteten einige Höfe, das Bestehen einer Schmiede, einesSchneiders und eines Kruges sind verzeichnet. Der Befreiungskrieg gegen die napoleonischen Truppen brachte für Röpersdorf 1807 wieder Einquartierung und Plünderung. Im 18.Jhd. gibt es im Ort 30 Wohnhäuser, einen Schuhmacher, einen Lehrer, der auch Seidenherstellung betreibt, eine Ölmühle, einen Ziegelbrennofen, Dampfschifffahrt und Feuerwerk. Eine scheinbar gute Zeit. Doch wieder hinterließen Kriege ihre Spuren. Der 1. und 2. Weltkrieg forderte auch von Röpersdorfer Bürgern Opfer und brachte Hunger und Not. Als Folge des 2. Weltkrieges, der Spaltung Deutschlands und der Errichtung sozialistischer Produnktionsverhältnisse im Ostteil des Landes, wurde auch in Röpersdorf das Land der Bauern enteignet. 1949 wurde die DDR Gegründet. In den Folgejahren wurde in Röpersdorf/Zollchow eine landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft errichtet, ein Schweinestall für 200 Tiere gebaut, eine Konsumverkaufstelle und eine Konsumgaststätte eröffnet. 1950 wurden Röpersdorf und Zollchow zu einer Gemeinde vereinigt. 40 Jahre nach der Gründung der DDR war Deutschland wieder vereinigt und es brach eine andere Zeit an. Das Hotel Schilfland wurde 1992 gebaut, der Bau von neuen Eigenheimen begann in den darauffolgenden Jahren.